Ursprung & Herkunft
Gemeiner Lein / Flachs (Linum usitatissimum)

Bio%20Leinen 

Flachs ist eine der ältesten Kulturpflanzen. Er stammt aus der Familie der Leingewächse und wird zur Faser- (Faserlein, Textilien) und zur Ölgewinnung (Öllein, Leinsamen, Leinöl) angebaut. Die größten Anbauländer für Faserlein (Flachs) sind China, Russland, Weißrussland, die Ukraine und Ägypten. Leinenstoffe waren namensgebend für Leinwände in der Malerei, die man mit ihnen bespannte. Leinengewebe wurden traditionell für Heimtextilien verwendet, bis sie immer mehr von der günstigeren Baumwolle verdrängt wurden. Als nachwachsender Rohstoff gewann Leinen im Zuge einer nachhaltigen Textilwirtschaft erneut an Bedeutung zur Herstellung von Kleidung, für deren Herstellung LIVING CRAFTS hochwertiges und GOTS-zertifiziertes Bio-Leinen verwendet.
 
 
Der Rohstoff
Die Flachs- oder Leinenfaser wird aus den Stängeln der Flachspflanze gewonnen und zählt zu den Bastfasern. Die Leinenfasern bilden Bündel, im Gegensatz zu Samenfasern wie Baumwolle, die aus unverbundenen Einzelfasern bestehen.
 
 
Die Ernte erfolgt durch spezielle Maschinen, die Flachs mit den Wurzeln aus dem Boden raufen, also ausreißen, da beim Mähen die Fasern zerstört würden. Das Stroh wird anschließend auf dem Boden abgelegt und parallel ausgerichtet. Beim anschließenden Trocknen reißt die Epidermis auf, so dass hier später Mikroorganismen eindringen können. Bei der Röste wird durch Bakterien und Pilze die Bindung zwischen den Faserbündeln und dem sie umgebenden Gewebe gelöst. Die Röste muss zum richtigen Zeitpunkt unterbrochen werden, damit die Fasern nicht beschädigt werden.
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Die heute vorherrschende Röstmethode ist die Tauröste, die auf rund drei Vierteln der Anbauflächen weltweit angewendet wird. Dabei wird das Flachsstroh auf den Feldern liegengelassen. Durch die Taufeuchte bauen Bakterien und Pilze die Pektine ab. Dieses Verfahren ist relativ umweltfreundlich, auch gelangen die Nährstoffe während der Röste teilweise wieder in den Boden zurück.
 
Das Stroh des Bio-Leinen wird anschließend wieder getrocknet und zunächst gebrochen, d.h. der Holzkern wird in kleine Stücke zerteilt. Beim anschließenden Schwingen werden diese vom Flachs getrennt, wobei lange und kurze Flachsfasern anfallen. Die Lang- und Kurzfasern werden voneinander getrennt, der Flachs wird gehechelt, dabei parallelisiert und weiter gereinigt. Die für Textilien hochwertigeren Langfasern verlassen die Schwingerei schließlich zu Zöpfen gedreht und werden so in die Spinnereien gebracht.
 
Die Bedingungen & Siegel
Unser Bio-Leinen stammt aus kontrolliert biologischem Anbau (kbA), der Flachs wird völlig ohne die Verwendung von chemischen Düngemitteln und Pestiziden angebaut. Die Verarbeitungsbetriebe arbeiten unter hohen Sicherheitsstandards, halten Arbeitszeiten ein und entlohnen ihre Arbeiter fair. 
 
Die Produktionsstandorte
Der Flachs für unser hochwertiges Bio-Leinen wird in China angebaut und unter fairen Produktionsbedingungen zu textilem Gewebe verarbeitet. Das Bio-Leinen ist nach dem Global Organic Textile Standard (GOTS) zertifiziert.



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